12. Oktober 2016 Wissenschaftlich interessierte Studenten und junge Ärzte trafen sich während des DGN-Kongresses zur Diskussion mit Prof. Dr. Hans-Christoph Diener und Prof. Dr. Ulrich Dirnagl im Seminar „Forschung in der Neurologie morgen“.

Prof. Diener gab den jungen Neurologen viele praktische Tipps für den Bereich der klinischen Forschung. Neben fundierten Kenntnissen der Statistik betonte der Redner auch die Wichtigkeit eines Auslandsaufenthaltes, um nicht nur Kontakte für zukünftige multizentrische Studien zu knüpfen sondern auch eine neue Arbeits- und Lebensweise kennenzulernen. Interessant seien auch Clinical-scientist-Programme, die es mittlerweile an mehreren Universitätskliniken gibt, und die eine strukturierte Ausbildung zum klinischen Forscher ermöglichen.

Prof. Dirnagl beleuchtete die Frage „Welche Forschung wollen wir fördern? Welche Forschung bringt die Neurologie voran?“ von einer ganz anderen Seite. Aufbauend auf den konkreten Tipps für die Wissenschaftswelt von heute von Prof. Diener führte er die Teilnehmer in die Welt einer scientific utopia und diskutierte, ob die Mechanismen der Bewertung, Förderung und Verwaltung der Wissenschaft heute die besten aller möglichen Welten darstellt. Die folgende angeregte Diskussion mit den jungen Neurologen verdeutlichte Probleme und Hürden in dem heutigen System der Wissenschaftsorganisation gerade für junge Wissenschaftler, zeigte aber auch mögliche Lösungen und Beispiele gelungener Vereinbarkeit von Klinik und Forschung auf.

Von Xenia Kobeleva und Samuel Knauß

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