21. Dezember 2016 – Neurologie lernen und gleichzeitig das kölsche Lebensgefühl hautnah miterleben? Das könnte wohl das Motto der diesjährigen Summer School in Köln gewesen sein. In der Geburtsstadt der neurologischen Summer Schools konnten sich die Studenten und Assistenzärzte auf ein rundes Fortbildungsprogramm, Lernbeispiele am Patienten und lustige Abende verlassen.


Die Teilnehmer kamen für die Summer School aus ganz Deutschland angereist. Ob Erlangen, Kiel oder Coburg: Offensichtlich war kein Weg zu weit.

Das Hauptprogramm der Woche bestand aus einer Reihe von Vorträgen, welche das Grundlagenwissen der Neurologie in möglichst kompakter und übersichtlicher Form zusammenstellten. Bewegungsstörungen, Onkologie, Epilepsie, entzündliche ZNS-Erkrankungen und viele weitere Themen standen auf dem Stundenplan.

Trotz des recht unterschiedlichen Wissenstands, das von frischen gebackenen Klinikstudenten bis hin zu Assistenten reichte, schafften es die Dozenten allen Teilnehmern gerecht zu werden.

Nach den Vorträgen war der Tag jedoch noch lange nicht zu Ende. Abends erkundeten wir zusammen die Stadt, besuchten das Hellers-Brauhaus oder ließen uns in einer der vielen kölschen Kneipen nieder.

Ein besonderes Highlight der Woche war ein Praxisbesuch bei Frau Dr. Bongartz. Die engagierte Neurologin schloss für uns am Donnerstag einen ganzen Nachmittag ihre Praxis. Nachdem wir unter ihrer Anleitung noch einmal die neurologische Untersuchung einüben konnten, untersuchten wir fünf ihrer Patienten. In guter Neurologen-Tradition sollten wir dann nur durch klinische Untersuchung und Anamnese die Diagnose stellen. Dass dies bei Erkrankungen wie der Adrenomyeloneuropathie nicht immer einfach war, versteht sich wohl von selbst.

Am letzten Tag der Summer School hatten die Teilnehmer in der Abschlusseinheit die Gelegenheit mit Professor Schroeter, einem der leitenden Oberärzte an der UK-Köln, ins Gespräch zu kommen. Worauf müssen Sie sich im Vorstellungsgespräch einstellen? Was erwartet der Arbeitgeber von Ihnen? Worauf müssen Sie bei der Karriereplanung achten? Mit Hilfe kleiner Rollenspiele hatten wir auch direkt Gelegenheit, klassische Fehler im Bewerbungsgespräch künftig zu vermeiden.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass die Summer School großen Spaß gemacht hat. Mein besonderer Dank geht an die motivierten Teilnehmer, die Dozenten, Frau Dr. Bongartz sowie an Sophie Aschenberg, die durch ihre Organisation die School erst ermöglicht hat. Ich würde mich auch nächstes Jahr wieder freuen, als Tutor möglichst viele Studenten in Köln begrüßen zu dürfen!

Bericht: Frederick Sand, Tutor der Summer School 2016 in Köln

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