Der Classroom der JuNos in Dresden war immer gut besucht (c) DGN/Bratulic

Der DGN-Kongress 2013 in Dresden ist vorbei und das in diesem Jahr sehr umfangreiche JuNo-Programm war ein voller Erfolg! Durchweg waren alle Veranstaltungen gut besucht, sodass manches Mal aus Platzmangel der Teppich als Sitzplatz dienen musste.


Auftakt war die JuNo-Party am Mittwochabend im Carolaschlösschen, wo man bei leckeren Snacks und Getränken in gemütlicher Atmosphäre weitere Kongressteilnehmer kennenlernen konnte. Das Kongress-Programm startete am Donnerstag- und Freitagmorgen jeweils mit dem Kongress-Guide, der sowohl den Studierenden als auch jungen Ärzten einen guten Überblick über den Dschungel der Kongressveranstaltungen gab. In der Veranstaltung „Internationales“ wurden wertvolle Tipps über internationale Organisationen, Kongresse, Fortbildungen und Finanzierungsmaßnahmen gegeben.

Beim „Treffen der Generationen“ erörterten Neurologinnen und Neurologen Lösungsansätze sowie Konzepte zu der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Postersession stellte die interessantesten Posterbeiträge des Kongresses in prägnanter Form vor. In der Veranstaltung „State of the Art“ referierten renommierte Neurologen über wichtige neurologische Erkrankungen. Dabei entstand anhand von klinischen Fallbeispielen häufig eine lebendige Diskussion über Differentialdiagnosen und Therapieoptionen. Dr. Timo Siepmann, Arzt an der Klinik für Neurologie der TU Dresden, stellte ein Programm vor, das derzeit als Kooperation zwischen der TU Dresden und der Harvard Medical School durchgeführt wird. Teilnehmer des Kurses bekommen  Kernkompetenzen in der Planung und Auswertung von klinischen Studien vermittelt. Der Kurs soll künftig an mehreren deutschen Hochschulen angeboten werden. Die Seminare werden immer über eine Videokonferenz live aus Harvard übertragen – eine vernetzte Fortbildung!

Erstmalig gab es das „Clinical und Scientific Speed-Dating“ sowie die in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) konzipierte Veranstaltung zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. Beim Speed-Dating fanden sich Chefärztinnen/-ärzte und Nachwuchsneurologinnen/-neurologen in ungezwungener Atmosphäre zusammen. Dabei ergaben sich in wechselnden Konstellationen schnell anregende Gespräche. In der JuNo-/DFG-Veranstaltung erläuterten die Referenten, welche Hilfen man bei Forschungsprojekten in Anspruch nehmen kann, aber auch welche Hürden es dabei zu überwinden gilt. Die Veranstaltungen waren ein großer Erfolg – und wir planen bereits die Fortsetzung für das kommende Jahr.

Dies gilt in gleichem Maße für die Veranstaltung „Highlights des wissenschaftlichen Programms mit dem Kongresspräsidenten“. In diesem erstmals durchgeführten Format beleuchteten die JuNos gemeinsam mit dem Kongresssekretär Professor Alexander Storch kritisch die Höhepunkte des wissenschaftlichen Programms des gesamten DGN-Kongresses.

Als besonderes Highlight durften die Jungen Neurologen in diesem Jahr Professor Karl Max Einhäupl in ihrem eigenen „Classroom“ begrüßen. Neben einer ausgewiesenen klinischen Expertise kennt Professor Einhäupl aus seiner aktuellen Funktion als Vorstandvorsitzender der Charité in Berlin auch den wirtschaftlichen Aspekt aktueller medizinisch-gesundheitspolitischer Entwicklungen. In einem Impulsreferat stellte er zunächst die grundsätzliche Problematik ethischer Fragen in der Medizin dar. In einer nachfolgend offenen Gesprächsrunde diskutierte Professor Einhäupl dann Fälle aus seinem eigenen Berufsleben und stellte die Frage: Wie hätten Sie entschieden?

Der Kongress war insgesamt also eine sehr gelungene Veranstaltung!

Für alle, die auch im nächsten Jahr wieder dabei sein möchten: 

Der DGN-Kongress 2014 wird zusammen mit der Neurowoche vom 15. bis 19. September 2014 in München stattfinden. Daher: Schnell in den Kalender schreiben und in den Dienstplan 2014 eintragen!

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