Gespräch (c) fotolia/ Franz Pfluegl
Es ist soweit: Ihr habt das Hammerexamen bestanden und wollt euch für eine Assistenzarztstelle in der Neurologie bewerben. Der Arbeitsmarkt für junge Neurologen sieht zwar rosig aus, dennoch solltet ihr euch im Bewerbungsgespräch richtig verkaufen können. Hier findet ihr einige wichtige Prinzipien für das Bewerbungsgespräch:
 

Fragen über Fragen

Ein Chefarzt, der eine Assistenzarztstelle zu besetzen hat, will über seinen Bewerber einiges wissen. Und deshalb solltet ihr euch für Fragen wie „Warum sind Sie für diese Stelle besonders geeignet?“ oder „Warum wollen Sie ausgerechnet in die Neurologie?“ wappnen. Fragen zum Examen sind nicht ungewöhnlich: „Meine Chefärztin wollte zum Beispiel meine Noten wissen“, so Lorenz Thurner, Assistenzarzt an der Uniklinik in Mainz. Umgekehrt solltet ihr selbst nicht mit wichtigen Fragen geizen. „Welche Forschungsprojekte gibt es in Ihrem Haus?“ „Wie viele Patienten müssen künftig auf der Station betreut werden?“, „Gibt es die Möglichkeit zwischen den Abteilungen zu rotieren?“ Wer solche Fragen stellt, signalisiert ernsthaftes Interesse.

 

Seine Ziele kennen

Wo die Reise endet, könnt ihr zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, aber welche Etappenziele ihr euch auf eurer Reise zum Facharzt abgesteckt habt, sollte klar sein. Wenn ihr  nicht ohnehin ein Ziel vor Augen habt, ist es ratsam euch vor dem Bewerbungsgespräch zu überlegen, was ihr zu diesem Thema sagt. Rechnet in jedem Fall auch mit fachbezogenen Fragen. Was nicht heißen soll, dass ihr alle Lehrbücher auswendig gelernt haben müsst. Aber die Basics der Neurologie sollten euch geläufig sein.

 

Hospitieren

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob die Klinik wirklich die richtige ist, könnt ihr nach der Möglichkeit fragen, für einige Tage auf der Station zu hospitieren. „Wir bieten Bewerbern grundsätzlich die Möglichkeit, einer Hospitation inklusive Teilnahme an einer Chefarztvisite“ so Professor Engelhardt, Chefarzt der Neurologie am Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg. Eine Hospitation hat für beide Seiten Vorteile: Der Bewerber kann die Klinik kennenlernen, und der Chefarzt kann feststellen, ob sein Kandidat ins Team passt.

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