Warum ist die Neurologie so faszinierend? Weil hier in den kommenden zehn Jahren die größten Fortschritte in Forschung und Therapie zu erwarten sind? Weil das Gehirn ein so faszinierendes Organ ist? Weil die Anamnese in der Neurologie immer ein spannendes Puzzle ist? Oder ganz einfach: Weil die Neurologie Spaß macht? Guck mal!

Martin Grond

Die Neurologie ist ein sehr vielfältiges Fachgebiet ist und bietet dabei ganz verschiedene Karrieremöglichkeiten. Ob man in die Forschung geht, an einer Akutklinik arbeitet, sich niederlässt oder Oberarzt in der Klinik wird – Wege gibt es viele und jede Wegkreuzung eröffnet ein neues Ziel. Wer sich lebenslang weiterentwickeln und am Ball bleiben möchte, für den ist die Neurologie das Richtige.

Prof. Dr. Martin Grond, Chef der Neurologie in Siegen mit große Leidenschaft für Stroke Units

claudia sommer"Das Medizinstudium habe ich aufgenommen, weil ich das Nervensystem verstehen und erforschen wollte. Im Studium habe ich mich definitiv für Neurologie entschieden, weil für mich nach wie vor das Nervensystem das faszinierendste Organ war und weil man in diesem Fach nicht nur mit Lernen sondern auch mit Logik weiterkommen konnte. Heute fasziniert mich an der Neurologie, dass wir ständig dazulernen, und dass wir viele Phänomene, die in meiner Studienzeit noch eine verschlossene ‚black box’ waren, bis auf die Ebene einzelner Moleküle und Rezeptoren erklären können.
Das Schöne ist, dass die Neurologie zudem nicht das akademische Diagnostikfach geblieben ist, das sie einmal war, sondern dass wir bei vielen Erkrankungen erfolgreich therapieren können."

Prof. Dr. med. Claudia Sommer, Neurologin in Würzburg und Spezialistin für Schmerztherapie

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener

"In diesem Beruf muss ich jeden Tag mein Gehirn anstrengen. Auf diese Weise bleibe ich intellektuell jung."

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, weit gereister Chef der Neurologie am Uniklinikum in Essen, u.a. Spezialist für Migräne

Prof Dr. med. Heinz Reichmann

"Ich bin Neurologe, weil es sich um das spannendste klinische Fach handelt, in dem hoch komplexe Krankheitsbilder gesehen und zunehmend erfolgreich behandelt werden können."

Prof Dr. med. Heinz Reichmann, Dresden, u.a. Spezialist für die Parkinson'sche Krankheit und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie

Haidar Dafsari 150jpg"Ich bin Neurologe, weil in der Neurologie beim ersten Kontakt zu dem Patienten bereits so viel passiert. Die Anamnese in der Neurologie ist ein Detektivspiel, bei dem man mit durchdachten Fragen bereits die heiße Spur entwickelt; in kaum einem anderen Fach wird die Kunst der Gesprächsführung so belohnt wie in der Neurologie. Nach der Diagnosestellung folgt eine weitere Stärke der Neurologie: Sie heilt, hilft und verbessert die Lebensqualität der Patienten. Die Annahme, dass die Neurologie eine „diagnostische Disziplin“ sei, ist veraltert! Von der tiefen Hirnstimulation bei der Parkinson’schen Erkrankung über die Lyse-Therapien beim Schlaganfall, den modernen Medikamenten bei den verschiedenen Typen des Kopfschmerzes bis hin zu den neuen Behandlungsmethoden bei der Multiplen Sklerose: Die Neurologie macht entscheidende Unterschiede im Leben der Patienten aus und ist eine der großen therapeutischen Fächer in der Medizin!"

Dr. med. Haidar Dafsari, forscht am Uniklinikum in Köln, schreibt Fachartikel und engagiert sich bei den Jungen Neurologen

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