Dr. Martin Wolz

Im Elblandklinikum Meißen die interdisziplinäre Intensivstation neurologisch betreuen

1. Herr Dr. Wolz, wodurch zeichnet sich Ihre Klinik im Vergleich zu anderen aus?

Unsere Klinik für Neurologie wurde erst im Jahr 2011 gegründet. Sie versorgt ein bislang von der Krankenhausversorgung neurologisch nicht abgedecktes Gebiet mit mehr als 250.000 Einwohnern. Dies bietet zwei große Chancen: Zum einen können und sollen unsere Mitarbeiter beim Aufbau der Klinik mitwirken und sich kreativ einbringen. Wir brauchen und fördern neue Ideen und Innovationen, um eine mitarbeiterfreundliche Klinik mit flachen Hierarchien und Teamdenken gemeinsam aufzubauen. Dem kommt entgegen, dass bei uns zwischen allen Mitarbeitern ein sehr geringer Altersunterschied besteht: Die Spanne von Assistenz- über Ober- bis Chefarzt reicht gerade mal von 25 bis 37 Jahren.


120620 Elblandklinik Meissen 200Zum anderen bietet ein so großes Versorgungsgebiet die Chance, ein breites Spektrum an Krankheitsbildern zu betreuen. Im Moment verfügen wir über 26 Betten. Ab Juli 2012 besteht unsere Klinik dann schon aus 36 Betten, inklusive sechs Monitoringbetten der Stroke Unit. Zusätzlich betreuen unsere Ärzte eine interdisziplinäre Notaufnahme und die interdisziplinäre Intensivstation mit.

2. Was ist das Besondere an der Weiterbildung in Ihrer Klinik?

Wir besitzen die volle Weiterbildungsbefugnis. Eine große Besonderheit ist, dass unsere Weiterbildungsassistenten ein ganzes Jahr die interdisziplinäre Intensivstation neurologisch betreuen. Das kann erfahrungsgemäß nur in wenigen Häusern gewährleistet werden!

Zusätzlich besitzen wir das gesamte Spektrum der neurologischen Diagnostik, das heißt im Speziellen, dass unsere Untersuchungen sowohl EEG als auch Elektrophysiologie und Sonographie umfassen. Es werden regelmäßige Weiterbildungsangebote, auch unter Einbeziehung der Assistenzärzte, angeboten. Diese umfassen einen Journal-Club und einemonatliche allgemein-neurologische Fortbildung.

3. Wie ist der Weiterbildungsplan genau aufgebaut?

Unsere Assistenzärzte werden üblicherweise zuerst auf der Normalstation eingesetzt, um gleich am Anfang ein möglichst breites Bild der neurologischen Erkrankungen zu bekommen. Anschließend folgt eine Zeit auf der Stroke-Unit. Danach rotieren sie in die Notaufnahme, auf die Intensivstation, anschließend in die Funktionsdiagnostik und schließlich, für das Pflichtpsychiatriejahr, in die Psychiatrie, was in fester Kooperation mit der psychiatrischen Klinik im Klinikverbund erfolgt.

4. Wie sieht es mit der Integration (Vereinbarkeit?) von Familie und Beruf aus?

Wir bieten Halbtagsstellen für junge Eltern an.

Außerdem gibt es bei uns eine exakte Dokumentation der Arbeitszeit mit Freizeitausgleich für geleistete Mehrarbeit, was die in anderen Häusern so üblich gewordenen unbezahlten Überstunden vermeidet. Ein weiterer Vorteil für Freizeitgestaltung und Familiengründung ist unser Dienstsystem, mit dem man keine ständig wechselnden Schichten, sondern entweder Nacht- oder Tagdienst hat.

5. Wie kann ich mir selbst ein Bild über die Klinik machen?

Wir freuen uns immer über Famulanten und – da wir akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Dresden sind – über Studenten im Praktischen Jahr!

Für jüngere Studenten ist der Schnuppertag „Dein Tag in der Neurologie“, wo wir spannende Fälle und Untersuchungstechniken zeigen, am besten geeignet, um sich sowohl ein Bild vom Fach als auch von unserer Klinik zu machen. Dieser wird erstmals im Herbst 2012 stattfinden.

Jeder ist aber auch eingeladen, einfach mal vorbeizuschauen!

Melden kann man sich bei:

Dr. Martin Wolz
Chefarzt der Klinik für Neurologie
Nassauweg 7
01662 Meißen
Tel: 03521 743 48 55

dgn logo

bvdn logo

bdn logo