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Nein, keiner Ekmnesie, sondern der nunmehr langjährigen Tradition ist es geschuldet, dass die Summer School auch im Februar derart heißt. Und das passte durchaus zum Wetter. Motiviert, gespannt, erwartungsvoll und voller Vorfreude reisten wir am Sonntag bei schönstem Wetter in Lüneburg an und bezogen unsere Jugendherberge am Rande eines alten Buchenwaldes. Hier wohnten wir von Montag bis Mittwoch auf Einzel- oder Doppelzimmern zusammen. Wir, das sind Medizinstudierende aus ganz Deutschland (Witten/Herdecke (8), Marburg (6), Hannover (3), Rostock (2), Halle, Mainz und München), die sich für Neurologie interessieren. Vom ersten klinischen Semester bis hin zum praktischen Jahr waren Teilnehmende dabei.

Am Montagmorgen empfing uns nach dem Frühstück Herr Professor Henningsen. Neugierig befragte er uns nach unseren bisherigen Erfahrungen und Kontaktpunkten mit dem Fachgebiet Neurologie. So wurden Erwartungen, Interessen, aber auch Stärken und Schwächen deutlich.

Schnell ging es anschließend in die Fachthemen, denn der Zeitplan war eng getaktet. Drei Tage lang wurden uns Studierenden in den dortigen Seminarräumen zahlreiche Vorträge von den beteiligten Chefärzten gehalten. Dabei standen wichtige neurologische Krankheitsbilder auf dem Plan, aber auch weiterführende Themen über Hirnfunktionen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Zudem wurde die neurologisch-klinische Untersuchung demonstriert und praktisch geübt. Abgerundet wurden die Themenblöcke mit vielen Fallbeispielen, die gemeinsam erarbeitet wurden. Dank der kleinen Gruppengröße konnte auf alle Teilnehmenden und ihre Vorerfahrungen aktiv eingegangen werden.

Die Vermittlung des state of the art war dabei hochaktuell und sowohl für “jüngere” Semester wie auch erfahrene PJ-Studierende spannend. Klinische Erfahrungen waren allerdings sehr hilfreich, da die Kurse bereits einiges an Wissen und Erfahrungen voraussetzten. Und auch die Informationsmenge und –dichte waren herausfordernd. Dank Speis und Trank rund um die Uhr hielten wir so lange wie möglich durch, waren abends aber doch teilweise sehr erschöpft. Locken konnte uns da nur der Besuch von Mälzers Brauhaus in der Lüneburger Altstadt. Hier konnten wir auch etwas über die Vor- und Nachteile des Lebens als Neurologin oder Neurologe erfahren und natürlich Themen fernab der Medizin besprechen und betrinken. Die freundliche Zuwendung der DGN wurde hier im wahrsten Wortsinne “kostbar” umgesetzt.

Nach langen Tagen und kurzen Nächten in Lüneburg fuhren die Studierenden aufgeteilt in kleine Gruppen (ein Team verblieb in Lüneburg) mit den Chefs der beteiligten Kliniken nach Lemgo, Meppen, Gummersbach bzw. Seesen, wo an zwei Tagen der Praxisteil der Clinical Summer School stattfand. Und mindestens für Gummersbach können wir sagen, dass dies wirklich gelebt wurde. In der kurzen verfügbaren Zeit sahen wir zahlreiche Patient*innen mit diversen Erkrankungen, untersuchten viele und bekamen durchgehende Supervision und ausführliche Erklärungen. Das persönliche Engagement der Betreuenden war beeindruckend! Unterkunft, Verpflegung, persönlicher Shuttle, Bedside-teaching und Unterricht - alles war Chefsache. Aus den anderen Städten hörten wir es ganz ähnlich.

Nach dieser dicht gepackten Woche waren sicherlich alle Teilnehmenden um einiges schlauer und zudem um viele Fragen über die Ausbildung und das Arbeiten in der Neurologie erleichtert. So bestärkt können wir uns gut vorstellen, dass so manche*r die Wahl des PJ-Tertials oder der ersten Stelle bewusster trifft.

Im Namen der Gruppe bedanken wir uns herzlich für den großen Einsatz, die hervorragende Organisation und die unterhaltsame sowie lehrreiche Ausbildung bei den Professores Henningsen, Blaes, Obermann, Heide, Redecker und Herrn PD Dr. Wellmer!

Lukas Markert (Witten)                                          Justus Hosseini (Rostock)

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